Thymian gegen Husten: so nutzt du das Küchengewürz bei Erkältung

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, sind Husten und Erkältung meist nicht weit. Gefühlt hustet und schnupft dann jeder im Umfeld. Ein Hausmittel gegen Husten hast du höchstwahrscheinlich schon in der Küche: Thymian. Ja, richtig gelesen, der getrocknete Thymian aus der Küchenlade genügt dafür.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du Thymian gegen Husten anwendest und warum er dich unterstützen kann.

Kurz gesagt: Als Gewürz im Essen reicht Thymian bei Husten vermutlich nicht aus. Deutlich besser eignen sich Thymiantee oder Thymiansirup. Hält der Husten länger als eine Woche an, solltest du zum Arzt gehen.

Warum hilft Thymian bei Husten?

Thymian enthält ätherische Öle, vor allem Thymol. Es wird traditionell bei Husten eingesetzt, wirkt krampflösend und erleichtert das Abhusten. Im Labor zeigte Thymol außerdem antimikrobielle Eigenschaften.

Weitere Inhaltsstoffe im Überblick:

  • Carvacrol
  • Cineol
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Cumarine

In der Volksheilkunde wird Thymian außerdem bei Verdauungsbeschwerden, leichten Periodenbeschwerden und zur Unterstützung der Leber verwendet. Am häufigsten kommt er jedoch bei Beschwerden der Atemwege zum Einsatz. Auch der wilde Thymian, der Quendel, gilt als bewährtes Hausmittel.

Reicht Thymian als Gewürz im Essen gegen Husten?

Vermutlich nicht. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden dem Thymian lungenstärkende Eigenschaften zugeschrieben, und mit einem Thymian-Gericht tust du dir sicher etwas Gutes. Um den Hustenreiz zu lindern, müsstest du aber so stark würzen, dass dir das Essen nicht mehr schmecken würde.

Bei Hustenreiz helfen dir besser:

  • selbst gemachter Thymiantee
  • Thymiansirup
  • Thymiantinktur
  • fertige Präparate aus der Apotheke

Frischer oder getrockneter Thymian: Was ist besser?

Im Sommer kannst du frischen Thymian oder Quendel verwenden, im Herbst und Winter greifst du auf getrockneten zurück. Die Wirkung ist ähnlich, nur die Dosierung ändert sich: Getrocknete Kräuter haben beim Trocknen Wasser verloren und sind dadurch konzentrierter. Für einen Thymiantee nimmst du vom frischen Kraut daher etwa die doppelte Menge wie vom getrockneten.

Thymian gegen Husten: drei einfache Anwendungen

Thymiantee gegen Husten

Der Tee ist die einfachste Möglichkeit. Lass ihn unbedingt zugedeckt ziehen, denn die ätherischen Öle verflüchtigen sich sonst mit dem Dampf. Das Wasser sollte heiß, aber nicht sprudelnd kochend sein.

Zutaten für 1 Tasse:

  • 1 TL getrocknetes oder 2 TL frisches Thymiankraut
  • 150 ml heißes Wasser

Zubereitung: Gib den Thymian in eine Tasse und übergieße ihn mit dem heißen Wasser. Lass den Tee zugedeckt 10 Minuten ziehen, seihe ihn ab und trinke ihn schluckweise, am besten warm.

Grippebrot gegen Husten und Erkältung

Das Grippebrot ist ein bekanntes Hausmittel, wenn sich eine Erkältung ankündigt. Du brauchst eine Scheibe Brot, Butter, Honig, Thymian und Knoblauch.

Bestreiche das Brot mit Butter und Honig, gib Thymian und dünn geschnittenen Knoblauch darauf und iss es langsam. Thymian, Honig und Knoblauch sind ein bewährtes Trio, sobald du merkst, dass etwas im Anmarsch ist.

Thymiansirup mit Honig

Für den Sirup brauchst du getrockneten Thymian und ein Glas Honig. Ich verwende pro 250ml Honig 2-3 EL getrockneten Thymian.

Zerkleinere den Thymian so fein wie möglich, in der Küchenmaschine oder im Mörser. Gib ihn in das Honigglas, verrühre alles gut und lass es etwa zwei Wochen ziehen. Bei Hustenreiz nimmst du den Sirup löffelweise ein. Du kannst auch deinen Tee damit süßen, der Tee sollte dann aber nicht mehr heiß sein.

Wichtig: Honig ist für Babys unter einem Jahr nicht geeignet. Bei einer bekannten Allergie oder Unverträglichkeit gegen Lippenblütler solltest du keinen Thymian verwenden.

 

 

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