Bitterpulver selber machen: Natürliches Rezept für bessere Verdauung & Stoffwechsel

Diese alte Volksweisheit ist heute aktueller denn je.
Denn Bitterstoffe sind aus vielen unserer Lebensmittel nahezu verschwunden – herausgezüchtet zugunsten eines süßen, milden Geschmacks.
Und weil süß… das mögen wir doch alle gern, oder?

Dabei sind Bitterstoffe ein echtes Geschenk für unseren Körper.
In diesem Beitrag erfährst du, warum Bitterstoffe so gesund sind, welche Bitterkräuter besonders wirksam sind und wie du dir ganz einfach dein Bitterpulver selbst herstellen kannst – sogar für unterwegs.

Warum Bitterstoffe so gesund sind – Wirkung auf Leber, Galle & Verdauung

Bitterstoffe sind ein echtes Lebenselixier. Sie unterstützen unseren Körper auf natürliche Weise und fördern vor allem:

  • eine gesunde Verdauung

  • die Funktion von Leber und Gallenblase

  • das allgemeine Wohlbefinden

Besonders wertvoll: Bitterstoffe regen den Gallefluss an. Dadurch kann die Leber Schadstoffe besser über den Darm ausscheiden – ein wichtiger Beitrag zur natürlichen Entlastung des Körpers.

Bitterstoffe sind nicht gleich Bitterstoffe

Bitterstoffe wirken nicht alle gleich.
In der Pflanzenkunde unterscheidet man vier verschiedene Bitterstoff-Arten, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften haben:

  • reine Bitterstoffe (Amara pura)

  • Bitterstoffe mit ätherischen Ölen (Amara aromatica)

  • Bitterstoffe mit Scharfstoffen (Amara acria)

  • schleimhaltige Bitterstoffe (Amara mucilaginosa)

Genau deshalb ist es sinnvoll, verschiedene Bitterpflanzen miteinander zu kombinieren.

Bitterkräuter im Überblick: Diese Pflanzen enthalten Bitterstoffe

Als Pflanze mit dem höchsten Bitterwert gilt der gelbe Enzian.
Für Einsteiger würde ich ihn allerdings nicht unbedingt empfehlen.

Der Löwenzahn ist eine sanfte Bitterpflanze und eignet sich wunderbar, wenn du dich langsam wieder an bitter gewöhnen möchtest.
Auch die Schafgarbe ist gut für den Einstieg geeignet.

Schafgarbe mit rosa Blüte auf einer Almwiese.

Diese Pflanzen enthalten wertvolle Bitterstoffe:

  • Löwenzahn
  • Schafgarbe 
  • Gelber Enzian
  • Beifuß
  • Wermut
  • Engelwurz
  • Wegwarte
  • Mariendistel
  • Tausendgüldenkraut 

      Beifußkraut auf einer Unterlage aus Holz mit Schafgarbe.

Bitterpulver selbst herstellen – einfaches Rezept für zu Hause

Mit diesem Bitterpulver hast du deine Bitterstoffe immer bei dir – ganz unkompliziert und alltagstauglich.

Du kannst es zum Beispiel vor schweren Mahlzeiten einnehmen: Einfach einen Finger ins Pulver tauchen und ablecken.

Oder du rührst morgens eine kleine Prise in dein Müsli oder deinen Smoothie.

Ich persönlich greife besonders dann darauf zurück, wenn mich der Hunger auf Süßes überkommt.

Bitter kann nämlich helfen, das Verlangen nach Zucker ganz sanft zu dämpfen – oft reicht schon ein kleiner Moment des bitteren Geschmacks.

Ein wichtiger Hinweis:
Bitte nicht erhitzen, denn Hitze kann die wertvollen Wirkstoffe beeinträchtigen.

Warum ich verschiedene Bitterpflanzen für mein Bitterpulver kombiniere

Für mein selbstgemachtes Bitterpulver kombiniere ich bewusst unterschiedliche Bitterpflanzen. So profitiert der Körper von verschiedenen Bitterstoff-Arten und die Wirkung bleibt lebendig.

Wenn dein Bitterpulver leer ist, empfehle ich dir, die Kräuter zu wechseln. Das bringt Abwechslung – und dein Körper kann immer wieder neu davon profitieren.

Das brauchst du für dein Bitterpulver

Dieses selbst gemachte Bitterpulver geht ganz schnell. 

  • eine Kräutermühle oder einen Multizerkleinerer

  • getrocknete Schafgarbeblüten

  • Löwenzahnblätter und -wurzel

  • Beifußkraut

Fülle das fertige Pulver am besten in einen kleinen Salbentiegel ab.
So kannst du es überall mitnehmen – ich mache das genauso und bin ganz begeistert davon.

So stellst du dein Bitterpulver her

Nimm dir einen kleinen Moment Zeit – am besten ganz in Ruhe.

  1. Wiege die Heilkräuter ab

  2. Verwende von jedem Kraut die gleiche Menge

  3. Gib alles in deine Kräutermühle oder den Multizerkleinerer

  4. Zerkleinere die Kräuter, bis ein feines Pulver entsteht

  5. Fülle das Pulver in ein gut schließendes Gefäß

Und schon ist es fertig

Trau dich ruhig an den bitteren Geschmack heran – dein Körper wird es dir danken. Schon kleine Mengen reichen aus, um die Wirkung zu spüren.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen
×