Bestimmt hast du den Begriff Oxymel schon einmal irgendwo gehört oder gelesen, oder? Oxymel ist ein uralter Sauerhonig, der bereits in der Antike bekannt war und bis heute als traditionelles Hausmittel geschätzt wird. Alle wichtigen Infos, die klassische Grundrezeptur und meine Tipps für Herstellung und Einnahme habe ich dir in diesem Artikel zusammengefasst.
Was ist Oxymel?
Oxymel ist ein traditioneller Sauerhonig aus Honig und Essig, der seit der Antike als stärkendes Hausmittel verwendet wird. Die erste dokumentierte Erwähnung stammt von Pythagoras. Auch Hippokrates von Kos, Galen von Pergamon und später Hildegard von Bingen nutzten Oxymel, um verschiedene Beschwerden zu begleiten.
Über viele Jahrhunderte geriet es in Vergessenheit – bis moderne Kräuterfrauen und Naturheilkundige begonnen haben, diesen alten Klassiker der Pflanzenmedizin wiederzubeleben.*
In seiner Grundform besteht Oxymel aus nur zwei Zutaten: Honig und Essig. Schon diese einfache Kombination gilt traditionell als wohltuend, da sowohl Honig als auch Essig reich an wertvollen Inhaltsstoffen sind. Du kannst dein Oxymel aber auch mit Kräutern, Wurzeln oder Beeren verfeinern – dazu später mehr.
Warum ist Oxymel gesund?
Traditionell wird Oxymel wegen der Kombination aus Honig und Essig geschätzt. Beide Zutaten bringen ihre eigenen wertvollen Eigenschaften mit.
Honig – die „Apotheke der Bienen“
Honig enthält über 180 verschiedene Inhaltsstoffe: darunter Vitamine (z. B. B1, B6 und C), ätherische Öle, Enzyme und Aminosäuren.
Ihm werden traditionell folgende Wirkungen zugeschrieben:
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antiseptisch
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antioxidativ
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antibakteriell
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beruhigend
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entzündungshemmend
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reizlindernd
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tonisierend
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auswurffördernd
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verdauungsfördernd
Obwohl Honig mehr als 20 Zuckerarten enthält, ist er nicht mit Haushaltszucker zu vergleichen. Als Naturprodukt wird er in der Volksheilkunde seit jeher geschätzt.
Essig und Gesundheit
Auch Essig ist ein lebendiges Produkt und enthält u. a. Antioxidantien, Aminosäuren, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine.
Traditionell werden ihm folgende Eigenschaften zugeschrieben:
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antibakteriell
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antiseptisch
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antimykotisch
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fiebersenkend
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verdauungsfördernd
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zusammenziehend
Apfelessig wird außerdem oft verwendet, um den Blutzuckerspiegel günstig zu beeinflussen – besonders in Kombination mit Zimt. Bei beginnenden Harnwegsbeschwerden kann das Ansäuern des Harns (z. B. mit einem Apfelessig-Wasser-Gemisch) unterstützend wirken. Dieses altbewährte Hausmittel hat auch mir schon oft geholfen.

Oxymel selbst herstellen
Das sogenannte Oxymel Simplex ist ein fester Bestandteil meiner Naturapotheke. Das sogenannte Oxymel Simplex ist ein fester Bestandteil meiner Naturapotheke.
Wenn du neu in die Welt der Naturheilkunde eintauchst, ist dieses Rezept ein wunderbarer Einstieg. Wie du Apfelessig ganz einfach selbst herstellen kannst, liest du in diesem Beitrag von mir.
Basisrezept: Oxymel Simplex nach Gabriela Nedoma
Zutaten:
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300 g Honig
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100 g Essig
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1/4 TL Natursalz
Zubereitung:
Alle Zutaten in ein großes Glas oder eine Flasche geben und gut schütteln bzw. umrühren, bis sich alles verbunden hat.

Einnahme & Anwendung von Oxymel
In der traditionellen Naturheilkunde wird Oxymel für seine allgemein stärkenden und wohltuenden Eigenschaften geschätzt. Es kann:
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den Körper unterstützen
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den Stoffwechsel anregen
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den Verdauungstrakt aktivieren
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bei Erkältungen lindernd wirken
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den Mineralstoffhaushalt nach Sport oder Magen-Darm-Beschwerden ausgleichen
Du kannst Sauerhonig als Kur über mindestens 3 Wochen anwenden oder es bei akuten Beschwerden nutzen.
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Bei Erkältungsanzeichen wird oft 1 TL pur empfohlen.
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Für eine Kur werden traditionell 3 EL Oxymel in lauwarmem Wasser morgens auf nüchternen Magen getrunken.
Ich verwende für meine Sauerhonige am liebsten selbst hergestellten Apfelessig und Honig von einem lokalen Imker.
Je nachdem was ich brauche reichere ich sie auch mit Kräutern oder Früchten an. Im Herbst zum Beispiel mit Hagebutten, Weißdornfrüchten und Schlehen. Im Frühling mit den jungen Trieben von Nadelbäumen, den sogenannten Maiwipferln. Oder zu Schulbeginn mit Melisse, das stärkt die Nerven und hilft sich besser zu konzentrieren.
Dieses einfache Grundrezept eignet sich ideal als Einstieg in die Naturapotheke. Neben Sauerhonig begleiten mich in meiner Naturapotheke auch andere traditionelle Hausmittel wie Pechsalbe.
Schreibe mir gerne, ob du schon Erfahrungen mit Sauerhonig gemacht hast – ich liebe es, von euren Naturapotheken zu lesen.
*Gabriela Nedoma gilt als Pionierin auf diesem Gebiet


